Platzordner

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Tipico Sportwetten     

 

 

 

 

Platzordner.de gibt Ihnen im Überblick  seriöse Online-Wettanbieter:

 

Eine Sportwette ist eine Wette, bei der Geld auf das Eintreffen eines Sportergebnisses gesetzt wird. Sportwetten werden entweder zu festen Gewinnquoten von einem Buchmacher angeboten oder zu variablen Quoten am Totalisator bzw. nach Art der Calcutta-Auktion abgeschlossen. Zusätzlich existieren so genannte Wettbörsen, bei denen die Benutzer über das Internet gegeneinander wetten können.

 

 

 

 

International bieten viele Wettfirmen eine große Anzahl von Sportwetten an und erreichen damit weltweit einen Jahresumsatz zwischen 700 Milliarden und einer Billion US-Dollar. In Deutschland werden jährlich Einsätze in Höhe von etwa vier Milliarden Euro getätigt. Bei der traditionellen Form der Wettabgabe begibt sich der Kunde in ein Wettlokal, wo er einen Wettschein ausfüllt und den Wetteinsatz in bar hinterlegt. Heute jedoch ist die Wettabgabe per Internet die weitaus beliebtere Variante. Viele Online-Wettanbieter haben ihren Firmensitz in so genannten Steueroasen wie Malta oder Gibraltar, da sie dort nur vergleichsweise geringe Abgaben zahlen müssen.

Sportwetten werden seit einigen Jahren nicht mehr nur bei den dafür klassischen Sportarten wie Pferderennen oder Boxen ausgetragen. Heute dominiert die Fußball-Sportwette auf Spiele der europäischen Spitzenligen, der europäischen Pokalwettbewerbe und auf Länderspiele. Auch Hunderennen sind – besonders in Großbritannien – sehr beliebt; in den USA wird auch gerne auf Baseballspiele und American Football gewettet. In der Arabischen Welt, beispielsweise in Abu Dhabi, sind Kamelwetten sehr beliebt.

 

 

 

Grundlagen

Bei klassischen Sportwetten wird dem Kunden eine feste Quote für jedes Ergebnis eines Sportereignisses angeboten, aus dieser lässt sich dann der mögliche Gewinnbetrag errechnen. Auf jeden der möglichen Ausgänge kann eine Wette platziert werden.
Beispiel

Ein typisches Wettereignis könnte auf dem Wettschein eines Buchmachers wie folgt aussehen:

FC Bayern München – Borussia Dortmund         1   1.50       0   3.50        2   2.50

Der Ausgang „1“ repräsentiert hier einen Sieg der Heimmannschaft (Bayern München).
Die „0“ (oft auch „X“) steht für ein Unentschieden.
Die „2“ steht für einen Sieg der Auswärtsmannschaft (Borussia Dortmund).

Bei Fußballwetten und vielen anderen Sportarten wird die Heimmannschaft standardmäßig an erster Stelle genannt. Im US-amerikanischen Raum ist die Reihenfolge umgekehrt, dort wird die Auswärtsmannschaft zuerst genannt. Bei Ereignissen, die keinen eindeutigen Heimteilnehmer haben, wie beispielsweise Tennisspielen, obliegt die Auflistungsreihenfolge dem Buchmacher.

Schließt der Kunde nun eine Wette auf einen Sieg von Bayern München zu einer Quote von 1.50 und mit einem Einsatz von 10 Euro ab, erhält er im Gewinnfall seinen Einsatz multipliziert mit der Gewinnquote zurück. In diesem Falle betrüge der Rückzahlungsbetrag 15 Euro (10 * 1,50). Aussagekräftiger ist es, den Reingewinn zu berechnen. Der Reingewinn errechnet sich wie folgt: (Einsatz * (Quote – 1)). In obigem Beispiel entspricht dies (10 * 0,5) = 5 Euro.

Bei einer Gewinnquote von 2.0 entspricht der mögliche Reingewinn genau dem getätigten Einsatz. Ein Kunde würde also im Gewinnfall seinen Einsatz verdoppeln.

 

 

Quoten

Aus den Quoten berechnet sich der mögliche Gewinn, der beim Eintreffen des Ereignisses erzielt werden kann. Im europäischen Raum werden die Quoten meist als Faktor dargestellt, der mit dem Einsatz multipliziert die mögliche Gewinnsumme ergibt. Es gibt allerdings abhängig vom Standort zahlreiche andere Darstellungsformate. So werden Quoten in Großbritannien (UK) als Brüche dargestellt, in den USA als positive (mögliche Auszahlung bei 100$ Einsatz) oder negative (nötiger Einsatz für 100$ Gewinn) Summen, in Hongkong verwendet man ebenfalls Faktoren, die allerdings den möglichen Reingewinn und nicht die Gewinnsumme anzeigen. In folgender Tabelle werden die verschiedenen Quotenformate vergleichend gegenübergestellt:

 

Dezimal UK USA Hongkong Indonesien Malaysia
1.50 1/2 -200 0.50 -2.00 0.50
2.00 Evs (1/1) +100 1.00 1.00 1.00
2.50 3/2 +150 1.50 1.50 -0.67
3.00 2/1 +200 2.00 2.00 -0.50

 

Aus den Quoten für jeden möglichen Ausgang eines Wettereignisses lässt sich die Ausschüttungsquote eines Buchmachers berechnen. Eine Ausschüttungsquote von 80 % bedeutet beispielsweise: Wird auf jeden möglichen Ausgang eines Ereignisses so viel Geld gesetzt, dass die Gewinnsumme jeweils gleich hoch ist, beträgt der Gewinn das 0,8-fache des eingesetzten Kapitals. Der für den Kunden ideale Buchmacher hätte demnach eine Ausschüttungsquote von 100 %, jedoch wäre eine solch hohe Ausschüttung für den Wettanbieter nicht mehr wirtschaftlich. Wettbörsen und so genannte asiatische Buchmacher erreichen oft Ausschüttungsquoten von 95 % und mehr.

 

Spezialwetten

Es können oft noch viele weitere Wetten als die klassische Siegwette (Sieg, Unentschieden, Niederlage) auf ein Ereignis abgeschlossen werden. Dies ist von Buchmacher zu Buchmacher unterschiedlich. Beispiele hierfür sind „Wer führt zur Halbzeit?“, „Fallen 0-2 Tore oder mehr?“, „Wie lautet das genaue Endergebnis?“ und so weiter. Eine Langzeitwette ist eine Wette, die nicht innerhalb eines Tages entschieden wird: Wetten auf den Meistertitel, Champions-League-Sieg, Torschützenkönig, Wimbledon-Sieger usw. Der Sportwetter kann oft aus einer Vielzahl an Spezialwetten für ein- und dasselbe Ereignis auswählen.

 

 

Platzordner stellt Ihnen verschiedene Wettarten vor:

Einzelwette

 

Die klassische Einzelwette (siehe Beispiel oben) besteht aus einer Wette auf den Ausgang eines einzelnen Ereignisses. Einige wenige Buchmacher wie der staatliche Wettanbieter ODDSET erlauben bei bestimmten Ereignissen keine Einzelwetten, lediglich Kombinationswetten mit einer festgelegten Mindestzahl an Spielen (meistens drei) sind möglich.

 

Kombinationswette

Auch kurz „Kombi-Wette“ genannt. Hierbei werden mehrere Wetten auf verschiedene Ereignisse in einen Wettschein aufgenommen. Die Quoten aller Ereignisse werden miteinander multipliziert und ergeben die Gesamtquote der Kombinationswette. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette. Beispiel:

Wolfsburg – Nürnberg               1    1.60
Freiburg – Bayern                       2   1.90
Bielefeld – Kaiserslautern        X    3.30

Diese drei Wetten werden in die Kombinationswette aufgenommen. Die Gesamtquote errechnet sich durch das Multiplizieren der einzelnen Quoten miteinander: (1,6 * 1,9 * 3,3) = 10. Bei einem Einsatz von 10 Euro betrüge der mögliche Gewinn (10 * 10) = 100 Euro. Die Wette ist allerdings nur dann gewonnen, wenn jedes einzelne Ereignis der Kombinationswette richtig getippt wurde. Die hohe Quote ist oftmals verlockend, allerdings ist die Gewinnchance mit steigender Anzahl an Tipps entsprechend geringer. Kombinationswetten sind also nicht allgemein lukrativer als Einzelwetten. Die Anzahl der erlaubten Kombinationen ist von Buchmacher zu Buchmacher verschieden, oftmals können bis zu 10 oder mehr Spiele miteinander kombiniert werden.

 

 

Systemwette

Als Systemwette wird zusammengefasst eine Reihe sich ähnelnder Kombinationswetten bezeichnet. Eine Systemwette kann auch dann noch gewonnen werden, wenn einer oder mehrere Tipps falsch sind, jedoch verringert sich dann die Gewinnsumme. Systemwetten werden in der Form X aus Y beschrieben, beispielsweise 3 aus 5 oder 4 aus 7 (ähnlich 6 aus 49 im Lotto). Die erste Zahl bezeichnet hierbei die Zahl der Tipps, die für einen Gewinn mindestens richtig sein müssen. Die zweite Zahl bezeichnet die Gesamtzahl der getippten Spiele. Aus diesen Spielen werden nun so viele unterschiedliche Kombinationswetten wie möglich gebildet, jede Kombinationswette besteht dabei aus der Anzahl der Wetten, die mindestens richtig sein müssen. Es werden bei einer Systemwette 3 aus 5 aus den 5 Spielen alle möglichen verschiedenen Dreierkombinationen gebildet. Jede einzelne dieser resultierenden Kombinationswetten nennt man auch „Wettreihe“. Der Einsatz wird pro Wettreihe berechnet. Setzt man bei 10 Wettreihen je 2 Euro ein, beträgt der Gesamteinsatz 20 Euro. Beispiel:

Wolfsburg – Nürnberg               1   1.60
Freiburg – Bayern                       2   1.90
Bielefeld – Kaiserslautern        X   3.30
Manchester – Chelsea               2   3.50
Real Madrid – Barcelona          1   2.00

Diese Wette könnte nun als Systemwette 3 aus 5 gespielt werden. Es werden dann alle möglichen unterschiedlichen Dreierkombinationen aus diesen 5 Spielen gebildet, in diesem Beispiel insgesamt 10 Kombinationen. So könnte eine dieser Kombinationen aussehen:

Wolfsburg – Nürnberg            1   1.60
Bielefeld – Kaiserslautern     X   3.30
Real Madrid – Barcelona       1    2.00

Sind nur 2 oder weniger der 5 Tipps richtig, ist die gesamte Wette verloren. Sind 3 Tipps richtig, ist eine der 10 Wettreihen richtig. Bei obigem Beispiel betrüge der Gewinn (2 * 1,6 * 3,3 * 2,0) = 21,12 Euro. Insgesamt 20 Euro Einsatz für die 10 Wettreihen ergäbe also einen Reingewinn von 1,12 Euro. Bei 4 oder 5 richtigen Tipps erhöht sich auch die Anzahl der richtigen Tippreihen, bei 5 richtigen Tipps wären alle 10 Reihen richtig. Systemsportwetten sind durchaus mit Lotto zu vergleichen: Die Gewinnsumme steigt mit der Anzahl richtiger Tipps an, bei einer geringen Zahl richtiger Tipps bekommt man meist nur etwas mehr als den Spieleinsatz zurück.

 

 

Live-Wetten

Live-Wetten sind eine Erweiterung des traditionellen Wettangebots, dessen mögliche Abgabe mit dem Beginn des Ereignisses (plus einer eventuellen Annahme-Karenzzeit) endet. Hierbei kann noch während des laufenden Spiels auf viele verschiedene Ereignisse gewettet werden. Der Reiz für den Wettenden liegt in der schnellen Abfolge der Wettmöglichkeiten und der vermeintlich besseren Beurteilung der kommenden Ereignisse anhand des gesehenen Ablaufs. Live-Wetten werden sowohl im Internet als auch in Wettlokalen angeboten, allerdings hat nicht jeder Anbieter derartige Wetten im Angebot, und oft sind Live-Wetten im Vergleich zum traditionellen Wettangebot auf ausgewählte Sportereignisse beschränkt.

Der Grund liegt darin, dass für jedes Live-Ereignis die Quoten während der laufenden Spielzeit angepasst oder die Wettabgabe ausgesetzt werden muss, wenn beispielsweise ein Tor erzielt oder eine rote Karte gegeben wurde. Hierfür muss der Wettanbieter Mitarbeiter einstellen, die das Sportereignis live mitverfolgen. Die Quotenanpassungen geschehen teilweise auch vollautomatisch, beispielsweise aufgrund des Spielstandes, den einlaufenden Einsätzen oder der fortlaufenden Spielzeit.

Einige Wettanbieter lagern diese Aufgaben an externe Dienstleister aus. Diese Firmen haben sich auf die Live-Übertragung von detaillierten Informationen zu laufenden Sportveranstaltungen spezialisiert und leiten den Spielstand, die abgelaufene Spielzeit und wichtige Spielereignisse an ihre Kunden, in diesem Fall die Wettanbieter, weiter. Um auch Wetten auf Veranstaltungen anbieten zu können, die nicht live im Fernsehen übertragen werden, oder um die bei der Fernsehübertragung entstehende Zeitverzögerung zu minimieren, können auch Mitarbeiter direkt an den Veranstaltungsort (beispielsweise ein Fußballstadion) geschickt werden. Diese Mitarbeiter werden als „Spotter“ bezeichnet. Der Spotter verfolgt das Spiel und gibt die Informationen in einen tragbaren Computer ein, welche dann über eine drahtlose Netzwerkverbindung in die Zentrale und von dort aus an die Wettanbieter weitergeleitet werden. Diese Tätigkeit ist im Vergleich zum Verfolgen einer Fernsehübertragung wesentlich aufwändiger und verursacht hohe Kosten (Fahrtkosten, Eintrittskarten, technische Ausrüstung).

Die zeitliche Verzögerung, mit der Wettquoten an den Verlauf eines Sportereignisses angepasst werden, kann zum Wettbetrug ausgenutzt werden, besonders wenn kein Spotter eingesetzt wird, indem vom Veranstaltungsort aus Wetten abgeschlossen werden (Courtsiding).

 

 

Sportwetten als professionelle Einnahmequelle

Obwohl Sportwetten in der öffentlichen Wahrnehmung oft als Glücksspiel angesehen werden, beinhalten sie, ähnlich wie Poker, neben der Zufalls- auch eine Geschicklichkeitskomponente. Der Unterschied zu klassischen Glücksspielen wie Roulette oder Spielautomaten ist dabei, dass die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Wette in einigen Fällen höher als die durch die Quote implizierte Gewinnwahrscheinlichkeit sein kann. Die Wette hat in diesem Fall einen positiven Erwartungswert. Wenn ein Spieler in der Lage ist, nur derartige Wetten abzuschließen, etwa durch Informationsvorsprung oder mathematische Berechnungen, kann er langfristig Gewinne erzielen. Es gibt Spieler, die diese Methoden soweit perfektioniert haben, dass sie ihren Lebensunterhalt allein durch Sportwetten bestreiten können.[5] Man bezeichnet solche Personen auch als professionelle Spieler. Der im Rahmen der Fußball-Wettskandale 2005 und 2009 verurteilte professionelle Sportwetter und Wettbetrüger Ante Šapina sagte vor Gericht aus, dass Wetten für ihn wie Mathematik sei.

Im US-amerikanischen Sprachraum, wo Wetten jeglicher Art eine lange Tradition haben, werden solche Spieler als sharp player oder wise guy (engl. Schlaumeier, Besserwisser) bezeichnet. Bereits im frühen 19. Jahrhundert gab es dort solche professionellen Spieler, die mit Wetten ihren Lebensunterhalt verdienten.
Wettbroker

Im professionellen Bereich existieren regelrechte Broker-Dienste (Wettvermittler), bei denen der Kunde seine Wetten nicht selber abschließt, sondern dem Anbieter eine entsprechende Order erteilt, damit dieser die Wette für ihn abschließt. Solche Dienste können durch entsprechende Netzwerke dazu dienen, das Platzieren von hohen Wetteinsätzen auf dem Markt über mehrere Buchmacher hinweg zu erleichtern, falls kein einzelner Anbieter die gewünschte Einsatzhöhe akzeptiert. Zusätzlich bieten sie dem Kunden eine gewisse Anonymität, da nicht er selbst, sondern der Vermittler die Wetten abschließt. Da diese Einrichtungen abhängig von der investierten Summe mitunter sehr hohe Wetteinsätze tätigen, schließen sie ihre Wetten meist auf dem asiatischen Wettmarkt ab, wo die Umsätze und damit auch die möglichen Wetteinsätze um ein vielfaches höher als in anderen Regionen sind. Es wird vermutet, dass die in Asien platzierten Wetten bei den bisherigen so genannten Fußball-Wettskandalen, die oft sechsstellige Beträge erreichten, zumindest teilweise über derartige Dienste platziert worden sind.

 

 

 

 

 

Quelle: wikipedia.org